Kurzbiographie von Miles Davis
Texte von Ilona Picha-Höberth
Miles Dewey Davis jr. wurde in einem vermögenden Elternhaus geboren. Seiner Familie war es innerhalb von wenigen Generationen nach Abschaffung der Sklaverei gelungen, sich zu etablieren und ein Vermögen zu erarbeiten. Zu seinem 13. Geburtstag erhielt Miles eine Trompete geschenkt, auf der er rasch große Fortschritte machte. Zwei Jahre später spielte er bereits aktiv in der lokalen Jazz-Szene, u.a. auch in der Band von Clark Terry. Bald darauf lernte er die beiden Pioniere des Bebops kennen: Charlie Parker und Dizzy Gillespie. Sein Entschluss, nach New York zu gehen, um sich mit dieser neuen Musikrichtung intensiv auseinander zu setzen, wurde von seinen Eltern nicht gerade begeistert aufgenommen. Sie sahen es nicht gerne, dass sich ihr Sohn für die Musik der schwarzen Unterschicht interessierte. Als Kompromiss erklärten sie sich aber damit einverstanden, daß Miles klassische Musik studierte. Nachts zog er jedoch durch die verschiedenen Clubs und spielte mit sämtlichen Größen der damaligen Musikszene. 1945 machte er seine ersten Schallplattenaufnahmen. Ab Ende des gleichen Jahres war er ständiges Mitglied der Charlie-Parker-Band. Schon im Jahre 1948 gehörte er zu den international bekannten Größen des Jazz. Nach und nach emanzipierte Davis sich von seinem Förderer Charlie Parker, zumal dieser aufgrund eigener psychischer Probleme und Drogensucht immer unzuverlässiger wurde. Die Arbeitsbedingungen für Miles Davis waren in den frühen 50er Jahren in den USA denkbar schwierig. Schließlich begann auch er Heroin zu nehmen. 1954 war er kaum mehr in der Lage Trompete zu spielen. Nach einem kalten Entzug folgte eine für ihn sehr kreative Schaffensphase, die bis zu Beginn der 60er Jahre anhielt und in der er auch die Musikgeschichte entscheidend beeinflusste. In dieser Zeit entstehen die Aufnahmen zu "Miles Ahead", "Porgy and Bess" und "Sketches of Spain". Mit "Kind of Blue" schrieb er Jazzgeschichte. Die Entwicklung des Free-Jazz in der ersten Hälfte der 60er Jahre schien ihn in eine neue Krise zu stürzen, die sich jedoch wiederum als fruchtbarer Richtungswechsel entpuppte. Insgesamt hat Miles Davis, wie er selbst von sich sagte, die Musik vier oder fünf Mal revolutioniert. So auch 1970, als er sich mit dem Album "Bitches Brew" dem Electric Jazz zuwandte. Da er immer mehr Stilelemente in seine Improvisationen einfließen ließ, konnte ihm das Publikum nicht mehr folgen. Die Verkaufszahlen gingen drastisch zurück. Die Folge waren gesundheitliche Probleme. Er bekam zum wiederholten Male Knoten an den Stimmbändern und musste sich ein künstliches Hüftgelenk einsetzen lassen. 1980 meldete sich "The man with the horn" mit einem gleichnamigen Album wieder zurück und überraschte seine Kritiker mit einer gelungenen Verbindung zwischen Jazz und Rock, welche durchwegs von harmonischen Strukturen getragen war. 1988 wurde ihm die Ehrendoktorwürde der Universität Naterre verliehen, den Grammy für sein musikalisches Lebenswerk erhielt er 1990. Miles Davis war wohl eine der schillerndsten Figuren der Musikgeschichte. Er ging drei Ehen ein, hatte vier Kinder, wobei in einem Fall die Vaterschaft angezweifelt wurde. Sein eigenwilliger Charakter und seine Haltung gegenüber seinen Zuhörern - er spielte meistens mit dem Rücken zum Publikum - waren seine Markenzeichen. Er hinterließ nicht nur ein immenses musikalisches Werk, sondern war auch in seinen letzten Jahren ein expressiver Maler. Er starb am 28.09.1991 an den Folgen einer Lungenentzündung in Santa Monica, Californien.
Das Horoskopmandala von Miles Davis
25. Mai 1926, Alton / Illinois

Kurz-Interpretation des Horoskopmandalas von Miles Davis
Die beiden blauen Farbstränge an der rechten Seite des Bildes bilden hier die Grundpfeiler einer Energierichtung, die sich einerseits nach links unten in den persönlichen Bereich des Horoskops ergießt und andererseits auf zwei Farbverläufe, nämlich gelb/grün und rot im oberen linken und mittleren Bildteil trifft. Der Ausgangspunkt liegt im "seelischen" Quadranten des Radix. Damit wird deutlich, dass das immense kreative Potential Miles Davis für ihn sowohl die Grundlage seiner Persönlichkeit, der Ausdruck seines innersten Wesenskerns, als auch sein Mittel zur Kommunikation mit seiner Umwelt darstellte. Sein persönliches Streben war es, sich selbst durch seine Musik auszudrücken und dies auch der Welt zu zeigen. Detail aus dem Horoskopmandala von Miles Davis

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