Kurzbiographie von Martin Luther King
Texte von Ilona Picha-Höberth
Als Sohn eines Baptisten-Predigers und einer Lehrerin wurde Martin Luther King zunächst auf den Namen Michael getauft. Seine Eltern ließen ihm eine gute Schulausbildung angedeihen, die er im Jahre 1955 mit Collegeabschluss und der Verleihung eines Doktortitels in Theologie beendete. Im selben Jahr trat er ein Pastorenamt an; gleichzeitig wurde er zum Wortführer der „Montgemery Improvement Association“, einer Bewegung gegen Rassentrennung und Rassendiskriminierung. 1956 kam es zu einem ersten Bombenattentat auf sein Haus, bei dem glücklicherweise weder er noch seine Familie verletzt wurden. Danach folgten diverse Schikanen durch Polizei und Justiz, so z.B. eine Verhaftung mit anschließender Gefängnisstrafe aufgrund einer Geschwindigkeitsübertretung von 5 mph (Meilen pro Stunde). Martin Luther King ließ sich davon jedoch nicht abschrecken und folgte unermüdlich seiner Vision, auf gewaltfreie Art in Amerika die Gleichberechtigung der Rassen zu erreichen. Im Jahre 1957 wurde er zum Präsidenten der „Southern Christian Leadership Conference“ ernannt, die sich ausschließlich der Verwirklichung dieser Idee widmete. 1960, während eines Sitzstreikes, erfolgte die 2. Verhaftung Kings. Dadurch erreichte er jedoch eine erstaunliche Popularität, sodass in der Folgezeit erste Kontakte zum Präsidentschaftskandidaten Kennedy geknüpft werden konnten. Im Jahre 1962 kam es endlich zu einem Treffen mit dem gewählten Präsidenten, in dem es zum ersten Mal um eine grundsätzliche Diskussion über Bürgerrechtsfragen für Schwarze ging. Dennoch wurde Martin Luther King sowohl von Weißen als auch von Schwarzen aufgrund seiner friedlichen Ambitionen kritisiert. Der militante Schwarzenführer Malcolm X. und die Black-Power-Bewegung verurteilten ihn wegen seiner Diplomatie und Kooperationsbereitschaft der weißen Regierung gegenüber. Ungeachtet dessen versuchte King weiterhin die zunehmende Gewaltbereitschaft seiner schwarzen Mitbürger zu besänftigen. Am 28.08.1963 hielt Martin Luther King vor mehr als 250.000 Menschen in Washington DC seine berühmte Rede „I have a dream“, womit er endlich weltweite Berühmtheit erreichte. Im Jahre 1964 wurde ihm schließlich der Friedensnobelpreis verliehen und im selben Jahr bat Willy Brandt zu einem Treffen in Berlin. „I have been to the Mountain Top” so lautete der Titel seiner letzten Rede am 03. April 1968 in Memphis. Am Abend des darauffolgenden Tages wurde er von James Earl Ray erschossen. Martin Luther Kings Geburtstag wurde im Jahre 1986 zum allgemeinen Feiertag erklärt.
Das Horoskopmandala von Martin Luther King
15. Januar 1929, Atlanta / Georgia

Kurz-Interpretation des Horoskopmandalas von Martin Luther King
Die goldgelbe Spitze links unten in Gegenüberstellung zur violetten Farbverteilung rechts oben im Mandala zeigt ein Gegeneinanderwirken von kollektiven Kräften zu den individuellen Bedürfnissen und Wertvorstellungen. Hier wirkt eine fast aggressive, gesellschaftliche Kraft einschränkend auf die persönlichen Möglichkeiten. Martin Luther King verstand es jedoch seine Visionen eines gemeinsamen Miteinanders von Schwarzen und Weißen mit seinen sehr gut ausgeprägten geistigen Fähigkeiten zu verbinden und zu einem höheren Ziel zu führen. Treibende Kraft hierfür war eine tief in seiner Seele verankerte Glaubensüberzeugung (hellblauer Punkt rechts von der unteren Mitte), die ihn sein ganzes persönliches Wollen in den Dienste einer kollektiven Aufgabe stellen ließ.
Detail aus dem Horoskopmandala von Martin Luther King

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